FAQ's // Wie soll die Pflegekammer an der Weiterentwicklung des Berufes Anteil haben?

Die Pflegenden sollen und wollen mehr Verantwortung in ihren Arbeitsbereichen übernehmen, so sieht es z.B. der Sachverständigenrat oder auch die Enquete-Kommission Demographischer Wandel vor. Die Überwachung dieser Ausweitung des Berufsfeldes muss der Pflege in die Hand gegeben werden, weil es nicht sein kann, dass andere den Rahmen und das Instrumentarium definieren, welche notwendig sind, diese Verantwortungsübernahme zu leisten.

Instrumente sind z.B.:

  • Berufsordnung
  • Leistungsbeschreibung der beruflichen Pflege
  • Selbstverwaltung des Berufes
  • Sitz in allen Selbstverwaltungsgremien
  • Regelung von Fort- und Weiterbildung
  • Überwachung der Qualität (Standards, Leitlinien)
  • Beratung des Gesetzgebers

Die Errichtung der Pflegekammer erhöht den Stellenwert der Pflege. Ein selbstverwalteter Berufsstand wird schon rein formal in den Entscheidungsgremien im Gesundheitswesen beteiligt. Bisher findet das oft durch Berufsfremde statt.

Im PflegeKG § 9 ist die Beratung von Behörden in Fragen der Gesetzgebung als Aufgabe der Kammer festgeschrieben. Sie dient also zukünftig als Ansprechpartner und Interessensvertretung in Fragen, die die Berufsausübung betreffen. So wird die Kammer zukünftig immer dann aktiv, wenn beispielsweise Rahmenbedingungen verhindern, dass Kammerangehörige ihre Berufspflichten laut der durch die Kammerversammlung erlassenen Berufsordnung erfüllen können. Indirekt wird die Kammer also Einfluss auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen nehmen.

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