PRESSEMITTEILUNG // Beitragsordnung veröffentlicht

Beitragssatz liegt bei 0,4 Prozent des Jahreseinkommens. Minijobber sind befreit.

Hannover, 18.07.2018 • Die Pflegekammer Niedersachsen hat heute im Niedersächsischen Ministerialblatt ihre Beitragsordnung veröffentlicht. Pflegefachkräfte (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege), die ihren Beruf in Niedersachsen ausüben, zahlen einen Beitrag von 0,4 Prozent ihres zu versteuernden Jahreseinkommens als Kammerbeitrag.

Die Beitragsordnung wurde unter den Mitgliedern des Errichtungsausschusses lange und kontrovers diskutiert und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Rechtsaufsicht geprüft und genehmigt. „Das Kammergesetz legt fest, dass der Errichtungsausschuss u. a. die Kammersatzung und auch die Beitragsordnung beschließen muss“, sagt Sandra Mehmecke, stellvertretende Vorsitzende des Errichtungsausschusses. Dessen Arbeit endet mit der konstituierenden Sitzung der Kammerversammlung am 08.08.2018. „Ein einheitlicher Prozentsatz schafft größtmögliche Transparenz und Gerechtigkeit“, sagt Mehmecke. Bezieher von Monatseinkommen von bis zu 450 Euro sind auf Antrag von der Beitragspflicht komplett ausgenommen. Der Höchstbeitrag liegt bei 280 Euro je Beitragsjahr.

Eine Kammermitgliedschaft ist immer mit einem Beitrag verbunden. Die Beiträge der Mitglieder sichern die Unabhängigkeit der Pflegekammer. „Weder der Staat noch Interessenvertreter aus Wirtschaft oder Politik können durch den Entzug finanzieller Mittel Einfluss auf die Arbeit und die Entscheidungen der Kammer nehmen“, sagt Mehmecke. Die Unabhängigkeit der beruflichen Selbstverwaltung bekomme angesichts der demographischen Veränderungen der kommenden Jahre eine ganz besondere Rolle. „Die Pflegekammer wird gemeinsam mit Gewerkschaften und Berufsverbänden dafür eintreten, den Stellenwert der Pflege aktiv zu stärken“, so Mehmecke.

Bei einem beispielhaften Jahresgehalt von 30.000 Euro (Monatsgehalt 2.500 Euro) beträgt der Jahresbeitrag 120 Euro. Die tatsächliche Beitragsermittlung erfolgt auf Basis einer Selbsteinstufung des Mitglieds in Höhe des zu versteuernden Einkommens aus der Berufsausübung im vorletzten Kalenderjahr. Ratenzahlungen sind möglich. Erfolgt keine Selbsteinstufung, wird der Höchstbeitrag zu Grunde gelegt. Der Kammerbeitrag ist steuerlich absetzbar. Im Jahr 2018 wird der Beitrag anteilig für das halbe Beitragsjahr erhoben. „Die Geschäftsstelle informiert die Kammermitglieder rechtzeitig schriftlich über die Details der Beitragserhebung“, sagt Mehmecke.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF zum Download.

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